Teil der Konferenzreihe: „Wissenschaft für Frieden und Nachhaltigkeit“
20. – 22. November 2015
GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT-GÖTTINGEN

Begrüßung durch Prof. Ulrich Bartosch, Vorsitzender der VDW
Die Konferenz bildete einen abschließenden Höhepunkt in der Amtszeit von Ulrich Bartosch. Den Text der Begrüßung finden Sie hier.


Im Rahmen der Konferenz entstand ein Interview des Deutschlandsfunks mit Prof. Dr. Lothar Brock (HSFK, Vorstandsmitglied der VDW). Den Beitrag zum Nachlesen finden Sie hier.


Fotos von der Konferenz finden Sie hier und hier.


 Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.


Die Erklärung der Konferenz finden Sie hier.


Das Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Petra Bendel (Universität Erlangen-Nürnberg) und Klaus Wiswe (Präsident des niedersächsischen Landkreistages, Landrat des Landkreises Celle), moderiert von Dr. Ulrike Bosse, wurde am Montag, 23. November 2015, von 20:30 bis 21:00 Uhr von NDRinfo gesendet. Die Sendung Das Forum. „Plötzlich sind sie da …“ finden Sie hier zum Nachhören.


Der Zusammenhang von Krieg, Gewalt, Flucht und Migration
hat die europäische Geschichte im letzten Jahrhundert geprägt
wie nur wenige andere Themen. Auch gegenwärtig bestimmt
dieser Nexus die Schlagzeilen der europäischen Öffentlichkeit.

Dabei werden nicht nur Kriege und die von ihnen ausgelösten
Fluchtbewegungen, sondern Migration insgesamt als
Bedrohung konzipiert. Die Migrationspolitiken der reichen
Regionen der Welt haben inzwischen einen überwiegend militärisch-
abwehrenden Charakter angenommen und bringen
dramatische soziale, wirtschaftliche und politische Folgen für
die Herkunfts-, Transit- und Zielländer mit sich.

Gleichzeitig werden Kriege immer häufiger mit dem humanitären Argument
begründet, dass sie Vertreibungen verhindern sollen. Auch der
Klimawandel wird unter der Maßgabe diskutiert, dass er zu dramatischen
Klimafl uchtbewegungen führen wird und deshalb
gestoppt werden muss. Nach Konflikten wird dann wiederum
migrantischen Diasporas vielfach eine entscheidende Bedeutung
für den Wiederaufbau zugeschrieben. Wie lässt sich dieser
komplexe und widersprüchliche Zusammenhang von Krieg,
Gewalt, Flucht und Migration verstehen?

Während inzwischen viele Migrationsprojekte durch Gewalterfahrungen
geprägt sind, befindet sich die wissenschaftliche
und politische Debatte über diesen Themenkomplex noch
in den Anfängen: Wie könnte eine Migrationspolitik aussehen,
die nicht vor allem von Sicherheitsüberlegungen geleitet ist,
sondern Konfliktvermeidung, Gewaltprävention und eine soziale
Absicherung der Migration zum obersten Ziel hat? Wie
kann eine Migrationspolitik konzipiert werden, die Migration
nicht als krisenhafte Ausnahme und als Bedrohung, sondern als
Grundkonstante menschlicher Existenz und als gesellschaftliches
Potential versteht?

Die Konferenz „Migration – Frieden – Human Security“
lädt ein breites multidisziplinäres Feld aus Wissenschaft, Politik,
zivilgesellschaftlichen Organisationen und interessierter
Öffentlichkeit dazu ein, Möglichkeiten, Strategien, Hindernisse
und Grenzen eines derartigen doppelten Perspektivwechsels zu
diskutieren.


Unter www.uni-goettingen.de/nachhaltigkeit finden Sie die Konferenzbegleitung der Universität Göttingen.

Die Veranstaltung wird von der VDW zusammen mit folgenden Partnern veranstaltet:
Die Veranstaltung wird freundlich unterstützt von:
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit folgenden Partnern durchgeführt:

Bildnachweis Sliderabbildung „Routes of Migration“: Universität Göttingen